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| Das war es also, das Hallenturnier
in Sindelfingen. Der SSV scheidet im Viertelfinale gegen Freiberg
aus und hat somit die Titelverteidigung verpasst, aber nun erstmal von
Anfang an. Am frühen Samstagmorgen trafen sich rund 50 jugendliche Zugfahrer am Reutlinger Bahnhof um sich auf die Reise nach Sindelfingen zu machen. Schade, dass nicht mehr Leute Bock hatten! Mit im Gepäck auch einige Stadionverbotler, welche das Hallenturnier zum Anlass nahmen, ihrer Passion, welcher sie teils unberechtigt beraubt wurden, nachzugehen. An der Halle angekommen enterte man seinen extra abgesperrten Bereich und begann die Banden zu beflaggen. Zum ersten Spiel gab es neben Fahnenintro noch ein Spruchband für unsere Ausgesperrten, welche zu jeder Zeit mit unserer Unterstützung rechnen können, um diese schwere Zeit zu überstehen. Text: "Niemals aufgeben- Verbannte immer bei uns". Das Spiel wurde gewonnen und der Support war auch recht ansprechend. An dieser Stelle Lob an die zwei neuen Vorsänger, welche ihre Arbeit gut machten! Zu Spiel Nummer zwei gab es zum Intro ebenso ein paar Wedler zu sehen. Dazu kam während des Spiels ein Spruchband, welches sich an unseren Vorstand und die aktuelle Situation richtete. Vor der Saison von zweigleisiger Planung sprechen, jetzt nichts im Griff haben und die aktive Fanszene stattdessen schikanieren und einschränken, wo es nur geht. Nicht mit uns! Passend dazu gab es ein "Zweigleisige Planung: Den Verein aufs Abstellgleis oder mit Vollgas gegen die Wand" zu lesen, was mit lauten Vorstand raus Rufen abgerundet wurde. Die Unterstützung der Mannschaft, welche übrigens aus A-Jugend und U23 zusammengesetzt war, machte auch bei Spiel Nummer zwei wieder Spaß, die Jungs dankten es mit dem zweiten Sieg gegen FSV Buckenberg. Zum Einlaufen der Teams in Spiel drei gab es ein Luftballon-Intro, welches sich aus den Farben unserer Stadt und unseres Vereins zusammensetzte. Nachdem alle Ballons unter großem Getöse kaputt gemacht wurden, wurde ein drittes Spruchband von uns präsentiert. Es richtete sich gegen unseren Sicherheitsbeauftragten Peter Kappler, welcher in der Vergangenheit durch sinnfreie Verbote und noch sinnfreiere Aussagen auffiel! Vor ein paar Wochen noch unser Infozine verbieten und nach dem Nürnberg-Angriff uns um Schutz anbetteln? Lieber Peter, bitte sieh endlich ein, dass du deinen Job nicht gut machst. Hau ab und nimm den Vorstand gleich mit! Für Herr Kappler gab es folgende Zeilen zu lesen: "Verbote ohne Sinn und Verstand- der Verein mit dem Rücken zur Wand". Abgerundet wurde dies mit einigen Liebesgrüßen Richtung Kappler, welcher sich auf der Tribüne gegenüber eingefunden hatte. Spiel drei ging leider verloren, dennoch kann man den Jungs keinen Vorwurf machen. Support war vorhanden, Bäume wurden aber nicht ausgerissen. Zwischen den langen Pausen vertrieb man sich die Zeit mit den anwesenden Freunden aus Stuttgart, oder in der örtlichen Pizzeria. Das letzte Spiel wurde mit einem satten Schnipselintro eingeläutet und es waren diesmal keine Spruchbänder zu sehen, sodass man sich voll und ganz dem Support widmen konnte. Dies gelang wieder besser, auch wenn das Spiel verloren ging. Am Ende reichten zwei Siege zum Erreichen der Endrunde am Sonntag, sodass man seine Zelte abbrach und gen Reichsstadt, bzw. nach Cannstatt in den Freiraum fuhr. Am Sonntag reisten wir privat mit einigen Autos an. Die meisten Autos trafen erst kurz vor Anpfiff in der Halle ein und bezogen den gleichen Ort wie am vorherigen Tag. Andere Autos schafften es dank einiger Fehler in der Wegbeschreibung nicht rechtzeitig zum Spiel Nummer 1, weswegen ich nur vom Hören-Sagen berichten kann, dass die Mannschaft die ersten Tore schoss, als die Klänge aus unserem Block ertönten. Spiel Nummer 2 am Sonntag stelle das Achtelfinale gegen den Gastgeber aus Sindelfingen dar. Von uns wurde zum Einlaufen erneut ein Spruchband gezeigt, welches auf die Stadionverbotsproblematik anspielte. Zu lesen war von der entgegengesetzten Kurve: "Heute mit allen Freunden vereint- Morgen aus den Stadien verbannt". Während heute unsere Freunde mit uns gemeinsam im Block stehen durften, sind viele unberechtigt für den Rest der Saison, oder noch länger aus unseren Blöcken verbannt. Das Spiel wurde im 9-Meter Schießen gewonnen und man zog ins Viertelfinale ein. Im selben traf man auf den Oberligisten aus Freiberg. Bis zur Schlussminute hielt man gut mit, ein erneutes 9-Meter-Schießen wurde jedoch durch einen unglücklichen Rückpass und dem damit verbundenen Gegentreffer zunichte gemacht. Ein Ereignis überschattete diese Partie jedoch, als A-Junior Lacy Wright während des Spiels zusammenbrach und erst nach einigen Minuten wieder stehen konnte. Lacy wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung! Nach dem Spiel verabschiedete man die Mannschaft und trat die Heimreise an. Was bleibt ist die Erinnerung an ein Turnier mit vielen Facetten. Beim SSV muss sich einiges zum Positiven ändern, sonst sieht es sehr düster aus. Doch auch wir Fans können zur Wende beitragen und unseren SSV wieder zu dem machen, wie wir ihn haben wollen. Packen wir es an! Mein letzter Gruß geht an die Stadionverbotler! Gebt nicht auf, für eure Leidenschaft zu kämpfen, wenn wir singen, dann auch für euch! Verbannte immer bei uns! |